Gedenkbuch für die Todesopfer der NS-Medizinverbrechen.

im Mittelpunkt des Medizinverständnisses des NS-Regimes stand nicht die Heilung und das Wohlbefinden des Einzelnen, sondern das rassistisch definierte Wohl des Volks. Menschen mit Behinderungen oder psychischen Krankheiten galten in diesem Weltbild als kosten- und pflegeintensive „Ballastexistenzen“ und Gefahr für die deutsche „Erbgesundheit“. Deshalb wurden während der nationalsozialistischen Herrschaft etwa 400.000 Menschen zwangssterilisiert und rund 275.000 durch Gas, medikamentöse Überdosen oder Hunger getötet. Auch in der Rheinprovinz wurden in 77 Kliniken Zwangssterilisationen durchgeführt. Über 6.700 Menschen aus der Provinz fielen den Krankenmorden zum Opfer. Auch Menschen aus dem Oberbergischen waren betroffen und werden an diesem Abend erstmals im Rahmen der Vorstellung des Online-Gedenkbuchs genannt.
Referent: Dr. Keywan Klaus Münster, Leitung Abteilung Geschichte und jüdisches Leben im LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte in Bonn
Kooperation: Oberbergische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Ort: Bürgersaal, Nümbrechter Str. 19, 51545 Waldbröl
Zeit: 10.9.2026 | 18.30-20:45 Uhr
Anmeldung: nicht erforderlich
Weitere Infos und Kontakt:
Dr. Bernhard Wunder 02202 9363967 | info@bildungswerk-oberberg.de
Pfr.in Silke Molnár 02262 3424 | oberbantenberg@ekir.de