Raubzug von rechts: Familie, Freiheit, Widerstand. Wie die Rechte unsere Werte kapert und für ihre Zwecke missbraucht

Begriffe wie Freiheit und Familie werden seit Jahren systematisch von rechten Kräften umgedeutet und für ausgrenzende Botschaften missbraucht. Diese Veranstaltung liefert das Handwerkszeug, um solche Umdeutungen zu erkennen, bevor sie sich unbemerkt in der öffentlichen Debatte festsetzen. Der Dialog muss der rechten Vereinnahmung eines vermeintlich "christlichen Abendlands" widersprechen, das sich zugleich gegen Minderheiten richtet.
»Demokratie und Freiheit stehen auf dem Fundament gemeinsamer kultureller Werte und historischer Erinnerungen«, heißt es im Grundsatzprogramm der AfD. Doch von gemeinsamen Werten kann nicht die Rede sein: Vertreterinnen und Vertreter der Partei beweisen immer wieder, dass sie für den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat nur Verachtung übrighaben. Sie setzen alles daran, ihn lächerlich zu machen, zu untergraben und letztlich zu zerstören. Der Verfassungsschutz hatte die AfD 2025 in seinem Gutachten sogar als »gesichert rechtsextrem« eingestuft, was derzeit Gegenstand eines laufenden Gerichtsverfahrens ist.
Um den Demokratiefeinden das Handwerk zu legen, muss man verstehen, wie sie es anstellen, Fakten zu verbiegen, mit Lügen zu verwässern und auf ihre Mühlen zu lenken. Das Buch nimmt daher fünf Schlagworte unter die Lupe, die mittlerweile zum propagandistischen Tafelsilber der Neuen Rechten gehören: Nation, Freiheit, Familie, Demokratie und Widerstand. Alle fünf sind aufgeladen mit Emotionen und Symbolik aus 200 Jahren deutscher Geschichte. Alle fünf wurden durch rechte Populistinnen und Populisten systematisch umgedeutet und dienen nun als Vehikel für deren immer gleiche rassistische, sexistische und ausgrenzende Botschaften.
Referentin: Ruth Hoffmann | geboren 1973 in Hamburg | Studium der Ethnologie, Neueren Geschichte und Politik | Absolventin der Henri Nannen-Journalistenschule | von 2004 bis 2006 war sie Redakteurin beim Stern, seitdem arbeitet sie als freie Journalistin für verschiedene Medien, u.a. Geo, Stern, P.M. History, Spiegel u.a.
Kooperation: Oberbergische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit
Ort: Halle 32 (Raum L&C), Steinmüllerallee 10, 51643 Gummersbach
Zeit: 15.9.2026 | 19:00-21:15 Uhr
Anmeldung: nicht erforderlich
Weitere Infos und Kontakt:
Dr. Bernhard Wunder 02202 9363967 | info@bildungswerk-oberberg.de
Pfr.in Silke Molnár 02262 3424 | oberbantenberg@ekir.de